Archiv der Kategorie: Essen & Trinken

Abnehmen mit Frisch- und Vollkost

Vollwertkost: Gesund abnehmen – gesund werden

Wenn jemand abnehmen will, dann steht letztendlich immer eine negative Kalorienbilanz im Raum. Ohne ein Minus an Kalorien, und zwar 7000 kcal pro abgenommenem Kilogramm Fett, ist eine Diät oder ein gesundes Abnehmen nicht möglich.

Wie viele wissen und wie man auch immer wieder in den Medien oder auch hier lesen kann, sind krasse Diäten mit einer starken Energieeinsparung häufig mit dem Jo-Jo-Effekt verknüpft. Das, was man während der Diät abgenommen hat, nimmt man nach der Diät wieder zu. Leider meistens sogar etwas mehr.

Wie kann man gesund abnehmen?

Um gesund abzunehmen bedarf es einer ausgewogenen Ernährung mit einem leichten Kalorien-Minus. Um nicht zu hungern empfiehlt es sich, Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte zu sich zu nehmen.

Entscheidend für diese Ernährung ist, von jeder Mahlzeit satt zu werden. Der wichtigste Faktor, um satt zu werden, ist die Größe der Portion. Auch wenn fettige Sachen zum Beispiel etwas länger zum Verdauen benötigen, haben sie doch deutlich mehr Energie. Das bedeutet: je geringer die Energiedichte eines Lebensmittels ist (Kalorien pro 100 g), umso besser kann man sich satt essen und trotzdem an Gewicht verlieren.

Natürlich muss man bei alledem immer im Auge haben, am Ende der Woche ein Kaloriendefizit zu haben. Kleine Sünden sind in Ordnung, zum Beispiel ein Riegel Schokolade. Große Sünden, wie zum Beispiel 1 l gesüßt Cola oder eine ganze Tafel Schokolade sind nicht erlaubt.

Zusätzlich sollte man Sport treiben, der weitere Kalorien verbrennt. Ideal ist es, Ausdauersport und Kraftsport abwechselnd zu betreiben. Ausdauersport verbrennt Kalorien, Kraftsport lässt die Muskeln wachsen. Das besondere an Muskeln ist, dass sie auch in Ruhe viele Kalorien verbrennen. Der Kraftsport sorgt also dafür, dass sich der tägliche Kalorienverbrauch erhöht.

Vollwertkost mit niedriger Energiedichte

Eine Menge Vollwertkost, die man auch regional beziehen kann, hat eine hohe Energiedichte. Kartoffeln, Hähnchen, Pute, Rindersteaks, Salat, Gemüse und Obst lassen sich gut regional beziehen.

Insbesondere unsere typischen Kohlsorten und nach Möglichkeit viel Obst und Gemüse (roh, als Frischkost) liefern reichlich Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Getreideflocken und gegarte Kartoffeln, Nudeln oder Reis können in geringen Mengen täglich verzehrt werden.

Fleisch, Wurst und Fisch sollten hingegen nur selten auf dem Speiseplan stehen. Ideal sind rund 400-500 g Fleisch und Wurst pro Woche (zusammengerechnet). Diese sollten fettarm sein. Wer also Wurst auf seinem Brot isst, der kann in der Regel nur noch einmal wöchentlich Fleisch zu einer Hauptmahlzeit essen.

Fisch ist gesund. Zweimal die Woche kann man ruhig Fisch essen. Rund 150 g fettarmer Fisch, bzw. 75 g fettreicher Seefisch sind dabei ausreichend.

Gesunde Pommes mit Kokosfett

Pommes sind immer lecker und eine Sünde wert. Leider jedoch widerspricht das Frittieren in billigem, ungesunden Palmfett dem Ernährungsgedanken der Vollwertkost.

Was ist also naheliegender, als sich selbst Pommes zu machen? Gesund und nach altem belgischen Rezept (das Rezept stammt von pommes-selbermachen.de).

Zutaten:

Zuerst einmal benötigen wir Kartoffeln. Bestens geeignet sind hochwertige Kartoffeln, vielleicht vom Markt. Die Belgier verwenden mehligkochende Kartoffeln, damit die Pommes innendrin schön weich bleibt. Die Kartoffeln, die es im Diskounter gibt, sind übrigens oft sehr geschmacksarm. Dabei gibt es doch so leckere Kartoffeln abseits des Supermarktes.

Die Pommes müssen natürlich frittiert werden. Dazu benötigen wir 1.5 -2 kg hochwertiges Kokosöl, je nach Friteuse. Dieses ist zwar deutlich teurer als das billige Palmfett aus dem Supermarkt, aber eben auch deutlich gesünder. Ich kenne übrigens auch jemanden, der Pommes in Erdnuß-Öl frittiert. Mein Fall ist der Geschmack aber nicht.

Zubereitung:

Die Kartoffeln werden geschält und – das ist typisch belgisch – erst einmal kurz in kaltem Wasser geschwenkt. So wird die Stärke aus den Kartoffeln gezogen.

Anschließend werden die Kartoffeln in Streifen geschnitten. Ein Kartoffelschneider hat sich hier bewährt. Dieser schneidet die Stäbchen gleichmäßig dick, so dass es kaum verbrannte Pommes (weil zu dünn), bzw. innen rohe Pommes (weil zu dick) gibt.

Der nächste Schritt ist wieder typisch belgisch. Die Kartoffelstäbchen werden zwei mal frittiert. In Deutschland ist meistens nur 1x frittieren üblich.

Der erste Frittiervorgang dauert 8-10 Minuten bei niedriger Temperatur. Am besten 120-130 Grad nicht überschreiten.

Danach müssen die Pommes abkühlen und abtropfen. Das Fett wird in dieser Zeit auf 170 Grad erhitzt. Bitte nicht heißer, sonst entstehen in der Kartoffel krebserregende Stoffe.

Zum Abschluss werden die Pommes noch einmal frittiert. Jetzt muss man darauf achten, dass sie schön gold-gelb werden. Dann schmecken sie meiner Meinung nach am Besten.

Die Pommes noch einmal abtropfen lassen und dann würzen. Salz ist in Deutschland üblich, aber auch Paprikapulver ist sehr lecker auf Pommes.

Wissen kompakt:
In Belgien heißen die Pommes übrigens Fritten und es gibt mehr als dreißig verschiedene Soßen zu den Pommes.

 

Leckeres Barbecue / gesundes Grillen

Grillen – auch Vollwert möglich

Die lauen Sommerabende genießen und zusammen mit Familie oder Freunden grillen: das ist meistens ein schönes Erlebnis, bei dem man eine tolle Zeit mit Menschen verbringt, die man mag. Da sinkt in der Regel auch gleich der Stresslevel, den man im Laufe des Tages oder der Woche angestaut hat.

Abwechslung beim Grillen

Wussten Sie, dass auch Grillen mit Vollwertkost möglich ist? Sie benötigen lediglich ein klein wenig mehr Zeit bei der Vorbereitung, da Sie nicht einfach eine Wurst auf den Grill schmeißen können.

Um Vollwertkost zu grillen müssen Sie nicht einmal neue Wege einschlagen. Auch wenn das typisch deutsche Grillgut das Würstchen oder das Nackensteak ist, so sollten Sie vielleicht einmal Richtung Rinderfilet, Steak oder Lamm schauen. Auch Fisch ist, richtig gegrillt, immer eine Sünde wert 😉

Was kommt noch auf den Grill?

Grilltomaten und Grillkartoffeln (Folienkartoffeln) sind vermutlich jedem bekannt. In der Aluminium-Folie lassen sich aber auch ganz andere Dinge lecker zubereitten. Stellen Sie doch einfach mal leckere Beutelchen mit verschiedenen Käsesorten, Pilzen, Zwiebeln und anderem Gemüse her. Sie werden sehen, Sie zaubern wunderbare Beilagen.

Beilagen

Salate sind bei jedem Grillen der Renner. Aber auch geschmortes Gemüse (Grillgemüse) schmeckt besonders gut. Selbstgemachte Fladenbrote mit höherem Vollkornanteil runden den Grillgenuß weiterhin ab.

Nachtisch

Zum Nachtisch sollten Sie Pudding, Schokocremes, etc. vermeiden. Grillen Sie stattdessen doch einfach mal Obst, zum Beispiel eine Banane. Legen Sie die Banane auf den Grill, wenn die Glut fast erloschen ist. Lassen Sie die Banane liegen, bis die Schale fast schwarz ist (zwischendurch einmal drehen). Mit etwas Honig warm servieren. Selbstgemachtes Vanilleeis könnte das Ganze abrunden.

Achtung: Gesund grillen!

Sicherlich kennen Sie die Warnungen bereits aus den Medien: gegrillte Würstchen, gegrilltes Fleisch oder Fisch können krebserregende Stoffe beeinhalten, wenn sie zu dunkel gegrillt werden. Besonders schlimm ist, wenn angebrannte Stellen mitgegessen werden. Insbesondere, wenn Fett ins Feuer tropft und Flammen hochschlagen, können Nitrosamine entstehen, die krebserregend sind.

Welche Alternativen gibt es?

Wer mit direkter Hitze grillt, der kann sich mit Auffangschalen helfen. Diese gibt es als Einwegschalen aus Aluminium, aber auch aus hochwertigem Edelstahl. Dann ist die Schale wiederverwendbar und spülmaschinenfest. So wird das Abtropfen von Fett auf die Kohle verhindert und es können keine giftigen Stoffe entstehen.

Sie haben keine Auffangschale zur Hand? Dann wischen Sie bitte eine möglicherweise vorhandene Marinade gründlich ab und legen Sie Würstchen oder Fleisch sofort auf eine andere Stelle des Grillrostes, wenn das Fett anfängt zu tropfen oder wenn Flammen hochschlagen.

Ein Grill mit indirekter Hitze ist natürlich am besten geeignet, krebserrregende Stoffe zu vermeiden. Ganz vorne liegen hier die amerikanischen Smoker, die über zwei Kammern verfügen. In der einen wird das Feuer gemacht, in der anderen gegrillt. Heiße Luft strömt dabei über ein Rohr von der Feuerkammer in die Grillkammer. Je nach verwendeter Holzkohle oder auch Buchenholz oder anderer Holzarten nimmt das Fleisch gleich einen lecker-rauchigen Geschmack an. Extra Smoker-Holz kann dem Gargut ganz verschiedene Aromen verleihen. Rauchig, holzig und sogar fruchtig.

Zusammenfassung

Grillen ist vermutlich immer noch der deutschen liebstes Hobby nach dem Auto 🙂 Folgen Sie doch einfach mal unseren Ideen und grillen Sie gesund. Wetten, es ist genauso lecker? Wir behaupten, Sie werden von Ihren Gästen mit Lob überschüttet.


Ein interessantes Video zum Thema Vegan und Vollkost Grillen